Zum ersten Mal ist Žemaičių Kalvarija (früher – Gardai) in historischen Quellen 1253 als kurische Siedlung mit der Burg, dem heiligen Hain, Gräberfeld erwähnt worden.
Das Städtchen hat den für IX. – XII. Jh. üblichen Wege- und Straβennetz aufbewahrt, viele Werte von Archeologie, Architektur, Kunst, Natur, die Werte von sakralen und anderen Beispielen des Kulturerbes; das Relief des Städtchens ist imposant.
Im IV. Jahrzehnt des XVII. Jhs. hat der Bischof Jurgis Tiškevičius den ersten Kristaus Qualenweg (kalvarijas) im Groβfürstentum Litauens mit 19 Kapellen eingerichtet, die neue zum Marija Namen geweihte Kirche aufgebaut; alles beordnete er den Mönchen Dominikanern.
Schnell entstanden Sitten und Bräuche wegen des Weges zum Ablassfest, Didžiąja Kalvarija genannt, das jedes Jahr an den ersten zehn Tagen im Juli verläuft, und auch die Bräuche durch die Bergewandern wiederberlebt. Der katholische Tempel erhielt ihren Namen, und das Städchen bekam den Kalvarijos Namen. Die Dominikaner gründeten seit 1644 die Schule, die am Anfang des XIX. Jhs das Gymnasiumsniveau erreicht hat. In der Schule lernten Simonas Daukantas, Motiejus Valančius, die anderen Žemaitijos Gebildete.
In Žemaičių Kalvarija gibt es das Museum des Dichters Vytautas Mačernis, die Administration des Gemeindeamtes, Bibliothek, Geschäfte, Cafe, Bushaltestelle. Im Städtchen wohnen etwa 800 Einwohner.

Žemaičių Kalvarija